24. Februar 2010
Der Vorleser – Inhaltsangabe Zusammenfassung
Das Kapitel 9 des dritten Teils aus dem Roman „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink handelt von Michaels Gedanken an die Vorbereitungen für Hannas Freilassung aus dem Gefängnis.
Der Erzähler fühlt sich unter Druck gesetzt nachdem er erfährt, dass Hanna entlassen wird. Ihm ist jedoch nicht bewusst, dass sie der Grund für seine Unruhe ist und erwähnt somit erst nur den Stress, den er aufgrund eines geschäftlichen Vortrags hat, den er schreiben muss. Des Weiteren kommt Michael auch auf Hannas Entlassung zurück und listet auf, was er alles dafür vorbereitet hat. Er richtet unter anderem ihre Wohnung neu ein und versucht ihr das Leben dadurch zu erleichtern, während ihm alles über den Kopf wächst. Jedoch hilft es dem Protagonisten dabei die Erinnerung an den Besuch bei Hanna vorwiegend zu verdrängen. In seinen Gedanken tauchen viele alte Bilder auf und Michael wird wieder wütend auf sich selbst und glaubt durch ihre Schuld an der Vergangenheit mitschuldig geworden zu sein. Er stellt sich außerdem die Frage, ob er nicht selbst das Privileg besitzt über Hanna zu urteilen. Einen Tag, bevor er sie abholen fährt, ruft er im Gefängnis an und verlangt von ihr, dass sie sich etwas für den morgigen Tag überlegen soll, worauf Hanna eine für ihn unangenehme Bemerkung abgibt, die ihn verärgert. Sie versucht sich im Nachhinein dafür zu entschuldigen. Michael sieht in Hanna eine alte Frau und findet, dass ihre Stimme das einzige ist, das sich nicht verändert hat.
Eine weitere Der Vorleser Inhaltsangabe
Maria Stuart Friedrich Schiller Inhaltsangabe Zusammenfassung
Der erste Akt spielt im Schloss von Fotheringhay, wo Maria Stuart gefangen gehalten wird. Der Wächter Paulet sucht in einem Schrank Marias nach Beweisen für ihre Konspiration mit Frankreich. Maria kommt, nimmt die Missachtung ihrer Privatsphäre aber gelassen hin. Sie bittet Paulet um die Übermittlung eines Briefs an Königin Elisabeth und fordert einen Priester, um die Sakramente empfangen zu können. Ihrer Amme Kennedy gegenüber spricht sie von der Mitschuld an der Ermordung ihres Ehemanns und ihrer Verführbarkeit durch den Intriganten Bothwell. Paulets Neffe Mortimer erscheint und gibt sich gegenüber Maria als Anhänger der französisch-katholischen Partei zu erkennen, die ihren Anspruch auf den Thron von England unterstützt. Er berichtet, dass Marias Todesurteil beschlossen sei und nur durch taktisches Zögern der Königin noch aufgehalten werde. Zugleich setzt er sie von einer Verschwörung zur Befreiung Marias in Kenntnis.
Doch Maria will die Verantwortung dafür nicht übernehmen und baut auf die Hilfe des Grafen von Leicester, des Vertrauten Elisabeths. Als der Baron von Burleigh das Todesurteil überbringt, bestreitet Maria die Legitimation des Gerichts und die Echtheit der Zeugenaussagen. Der Akt endet mit dem Ansinnen Burleighs, Maria zu ermorden oder ihre Ermordung wenigstens zuzulassen, dem sich Paulet energisch widersetzt. Der zweite Akt spielt im Palast zu Westminster. Die Rede ist von Verhandlungen mit Frankreich über eine Vermählung Elisabeths. Die Königin erscheint und klagt über den Druck des Volkes, das ihr nicht vergönnt, eine jungfräuliche Königin zu sein. Über Burleighs Vorschlag, Marias Hinrichtung anzuordnen, den Talbot und Leicester ablehnen, will Elisabeth nach reiflicher Überlegung eine Entscheidung treffen. Paulet überbringt Elisabeth den Wunsch Marias, die Königin persönlich zu treffen. Im Gespräch mit Mortimer verabredet Elisabeth in indirekten Formulierungen die Ermordung Marias. Mortimer überbringt Leicester Marias Botschaft und erfährt, dass dieser – in der Hoffnung auf Elisabeth – Marias Hand abgelehnt hatte und sich jetzt, von Elisabeth enttäuscht, wieder um Marias Gunst bemüht. Im Gespräch mit Elisabeth versucht Leicester, sie zum Treffen mit Maria zu überreden, um sie als Frau und Königin demütigen zu können. Der dritte Akt spielt im Park bei Fotheringhay; in der zentralen vierten Szene kommt es zur Begegnung zwischen Maria und Elisabeth. Maria bemüht sich um Demut, entsagt ihrem Anspruch auf die Königinnenwürde und bittet ausschließlich um ihre Freiheit. Elisabeth demütigt ihre Gegnerin als mannstolle Gattenmörderin, bis Maria ihrem Zorn freien Lauf lässt und die Königin als Bastardin bezeichnet. Maria triumphiert, zumal da der von ihr geschätzte Leicester bei der Szene zugegen ist. Mortimer beglückwünscht Maria stürmisch und erklärt sich bereit, zu ihrer Befreiung seinen Onkel Paulet zu ermorden. Maria flieht vor dem sie bedrängenden Mortimer.
In den letzten Szenen wird von einem misslungenen Anschlag auf die Königin in London berichtet. Der vierte Akt spielt wieder im Palast von Westminster. Der französische Gesandte Aubespine wird des Landes verwiesen, weil der Attentäter einen von ihm ausgestellten Pass hatte. Die Hochzeitsverhandlungen werden abgebrochen. Burleigh unterstellt Leicester Elisabeth durch die Zusammenführung mit Maria einer bewussten Demütigung ausgesetzt zu haben. Mortimer warnt Leicester vor dem Auffliegen des Komplotts um Aubespine und berichtet, dass ein Brief Marias an ihn gefunden wurde. Leicester reagiert, indem er Mortimer als Hochverräter festnehmen lässt, worauf sich dieser aus Verzweiflung ersticht. Vor der Königin versucht Leicester, seinen Kontakt mit Maria als Versuch auszugeben, ihre Befreiung durch Mortimer zu verhindern. Ein Volksauflauf und der Druck der Berater, Maria sofort hinzurichten, sowie Talbots Warnung, aus Maria keine Märtyrerin zu machen, stürzen Elisabeth in tiefe Zweiflung über die Zwänge ihrer Königinnenrolle: »O Sklaverei des Volksdienstes!« – »So steh ich kämpfend gegen eine Welt, / Ein wehrlos Weib!« In der Erinnerung an Marias Beleidigung unterschreibt sie das Todesurteil, übergibt es ihrem Staatssekretär Davison mit dem zweideutigen Auftrag, seine Pflicht zu tun, und dem Hinweis, er hafte für die Folgen. Der Akt endet damit, dass Burleigh Davison die Urteilsschrift entreißt und abgeht Der fünfte Akt spielt zu Beginn in Fotheringhay. Hanna Kennedy berichtet dem Haushofmeister Melvil von Marias standhafter Fassung, mit der sie das Todesurteil, die Nachricht von Leicesters Verrat und Mortimers Tod aufnahm. In dieser Situation entsteht neue Hoffnung: die Kammerjungfrau Kurl erscheint, verurteilt die falsche Zeugenaussage ihres Mannes gegen Maria und erklärt sich bereit, zu ihren Gunsten auszusagen.
Da tritt Maria auf und bekundet ruhig und würdevoll, das Gefühl ihrer inneren Freiheit wiedererlangt zu haben. Ihre einzige Sorge ist, vor ihrem Tod keine Sakramente mehr in Empfang nehmen zu können. Da offenbart sich Melvil als geweihter Priester. Er nimmt ihr die Beichte ab, in der Maria Hass und Verführbarkeit bekennt, aber bekräftigt, dass sie nie einen Anschlag auf Elisabeth geplant habe. Melvil erteilt ihr die Absolution: »Du fehltest nur aus weiblichen Gebrechen . . .« Maria vergibt Elisabeth und Leicester, der ihre Hinrichtung nur als Ohrenzeuge verfolgt und zusammenbricht. Der Rest des Dramas spielt im Palast zu Westminster: Talbot berichtet, dass Kurl den Meineid gegen Maria gestanden habe und stimmt Elisabeth zum Aufschub des Urteils um. Als Elisabeth von dessen Vollstreckung erfährt, verbannt sie Burleigh vom Hof und lässt Davison auf Leib und Leben anklagen. Dem Wunsch Elisabeths, ihr neuer Vertrauter zu wer den, widersetzt sich Talbot: »Ich habe deinen edlern Teil / Nicht retten können. « Elisabeth lässt nach Leicester rufen und erfährt, dass dieser nach Frankreich geflohen ist. Das Stück endet mit der Szenenanweisung »Sie bezwingt sich und steht mit ruhiger Fassung da. «
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