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Inhaltsangabe – Beispiel, Aufbau und Tipps - Tipps zur Inhaltsangabe


25. Februar 2010

Inhaltsangabe – So schreibst du eine Inhaltsangabe

Wie schreibe ich eine Inhaltsangabe?


Gute Inhaltsangabe schreiben

Inhaltsangabe Einleitung

Inhaltsangabe Hauptteil

Inhaltsangabe Schluss


Jeder Schüler und jede Schülerin wird im Deutschunterricht mit der Aufgabenstellung "Schreibe eine Inhaltsangabe" konfrontiert. Dies zu beherrschen, gehört zu den grundlegenden Fähigkeiten, die man in der Schule lernen und beherrschen sollte.

Aber wie schreibt man nun eine Inhaltsangabe? Was ist der Unterschied zur Nacherzählung?


Eine Inhaltsangabe ist eine knappe Zusammenfassung des Inhalts eines Films, Ereignisses oder Textes, sie sollte, wie andere Aufsätze auch, eine klare Gliederung in Einleitung, Hauptteil, Schluss aufweisen.

weitere Infos zur Inhaltsangabe

Inhaltsangabe Einleitung

In der Einleitung wird in kürzester Form das Wichtigste erwähnt.
Um was handelt es sich? Eine Kurzgeschichte, ein Roman, ein Film, ein Zeitungsartikel…
Wie lautet der Titel?
Wie lautet der Name des Autors?
Wann ist der Text entstanden?
Wo spielt er?
Wer ist die Hauptperson?
Danach wird in einem Satz die Kernaussage (Worum geht es eigentlich?) erwähnt.
Ein Beispiel: Der Roman "Buddenbrooks" von Thomas Mann ist im Jahre 1901 erschienen. In ihm schildert der Autor den sich über drei Generationen hinweg vollziehenden Verfall einer Lübecker Kaufmannsfamilie.


Hauptteil Inhaltsangabe


An die Einleitung schließt sich der Hauptteil an. Im Hauptteil muss der Text zusammengefasst werden, wobei nur die wichtigen und für den Gang der Geschichte entscheidenden Sachverhalte in chronologischer Form, inhaltlich richtig und logisch nachvollziehbar erwähnt werden sollen.

Hierbei gibt es einen einfachen Trick: Es hat sich bewährt, den Inhalt des Textes in einzelne Abschnitte zu untergliedern und diese mit Überschriften zu versehen. Wenn man die einzelnen Überschriften dann zusammenstellt und überarbeitet, indem man einen schönen, stimmigen Text daraus macht, hat man schon fast die gesamte Inhaltsangabe. Aber Achtung! Manche Texte arbeiten mit Rückblicken und wechselnden Zeitebenen. Die Inhaltsangabe darf dies nicht nachahmen, sondern muss sich strikt an den chronologischen Gang der Dinge halten.


Ausschmückendes Beiwerk, Einzelheiten und unwichtige Details haben in der Inhaltsangabe nichts zu suchen. Manchen Schülern und Schülerinnen fällt es schwer, innerhalb eines Textes Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Wer dieses Problem hat, sollte sich zwei Fragen stellen:


1) Ist der Gang der Erzählung verständlich und logisch auch ohne XY (diese Person, diese Begebenheit, dieses Ereignis)? – Wenn man hier mit "Ja" antwortet, handelt es sich wahrscheinlich um ein Detail, das in der Inhaltsangabe nicht auftauchen muss.

2) Ist XY unabdingbar für den Handlungsverlauf und die Grundlage folgender Ereignisse? – Wenn man hier mit "Ja" antwortet, ist XY wichtig und muss unbedingt erwähnt werden.
Interpretationen, Bewertungen und das eigene Urteil gehören ebenfalls nicht in eine Inhaltsangabe, diese darf nur die Fakten enthalten. Im Gegensatz zu einer Nacherzählung wird eine Inhaltsangabe im Präsens geschrieben und enthält keine Spannungsbögen.

In der Inhaltsangabe wird keine direkte Rede verwendet. Wenn es unbedingt notwendig ist, die Worte einer Romanfigur widerzugeben, wird die indirekte Rede (Konjunktiv I) verwendet. Also nicht (Schamhaarentfernung): Er sagt: "Ich liebe dich", sondern: Er sagt, dass er sie liebe. Ein in der 1. Person geschriebener Text wird in der 3. Person wiedergegeben.


Schluss Inhaltsangabe

Im Schlussteil einer Inhaltsangabe kann schließlich auf die Absicht des Autors eingegangen werden ("Was wollte uns der Autor damit sagen?).

Wenn man jedoch das Gefühl hat, den Text nicht recht verstanden zu haben, sollte man diesen Teil natürlich lieber weglassen.

Inhaltsangabe – Häufige Fehler beim Schreiben einer Inhaltsangabe

Häufige Fehler beim Verfassen einer Inhaltsangabe

 

Beim Schreiben von Inhaltsangaben, schleichen sich häufig Fehler ein, die man oft nur aus Flüchtigkeit begeht und welche man mit gezielter Kontrolle des Textes umgehen kann.

Der erste Bereich, in dem viele Schreiber Fehler machen ist der Basissatz, ganz zu Beginn der Inhaltsangabe.
Dieser sollte mit den wichtigen Informationen, wie der Art der Quelle, ihrem Titel und ihrem Verfasser ausgestattet sein.
Manche Schreiber neigen dazu, dies zu vergessen und sollten sich deswegen immer die vier 'W's in Form von Fragen in Erinnerung rufen, die für die Inhaltsangabe wichtig sind.:

-Um WAS für einen Text, mit dem sich meine Inhaltsangabe befassen soll, handelt es sich, ? (zum Beispiel: Kurzgeschichte, Novelle, Roman, Komödie, etc.)

-Um WELCHEN Text, den ich in meiner Inhaltsangabe widergeben möchte, geht es? (z.B: „Der Besuch der Alten Dame“, „Unterm Rad“, etc.)
-WER hat den Text, mit dem sich meine Inhaltsangabe befasst, verfasst? (z.B: Friedrich Dürrenmatt, Hermann Hesse, etc.)
-WORÜBER handelt der Text, über den ich eine Inhaltsangabe schreibe?

Auch ist oft der Text, der im Basissatz der Inhaltsangabe benutzt wird viel zu lang und viele Schreiber sind damit überfordert, einen geeigneten Inhalt aus dem kompletten Text zu filtern, um den beginnenden Satz zu bilden.

 
Daher sollte man sich merken, das der Basissatz, wie er schon heißt, aus nur EINEM einzigen Satz besteht und das dies ein charakteristisches Merkmal für eine Inhaltsangabe ist.
Er muss nicht den Inhalt der ganzen Geschichte beinhalten, denn das ist unmöglich. Am einfachsten ist es, ein für den Verlauf der Geschichte ausschlaggebendes Ereignis im Basissatz zu verarbeiten und damit die Inhaltsangabe einzuleiten.

Der nächste Fehler, der gerne gemacht wird, ist der, in einer Inhaltsangabe eine falsche Zeitform zu benutzen.
Das passiert häufig dadurch, das die Geschichte, deren Kontext man in der Inhaltsangabe widerzugeben versucht, in der Vergangenheit geschrieben wurde. Korrekt schreibt man eine Inhaltsangabe allerdings in der Gegenwart (Präsens). Hilfreich ist, sich vorzustellen, dass das Geschehen gerade in diesem Moment passiert, wie auch den Text häufiger auf die korrekt verwendete Zeitform in der Inhaltsangabe zu kontrollieren.

Des weiteren fällt es den meisten Schreibern sehr schwer, einen Text für eine Inhaltsangabe rapide zu kürzen, so dass nur die Grundinformationen übrigbleiben. Dadurch werden oft Informationen eingebaut, die für die Inhaltsangabe nicht relevant sind.
Landschafts-/Umgebungsbeschreibungen, Zimmereinrichtung, Gegenstände, die Beschreibung des Aussehens der Person in allen Merkmalen, sind Dinge, die in einer Inhaltsangabe nichts zu suchen haben und die nicht umschrieben werden sollten, wenn sie nicht wirklich eine wichtige Rolle in der Geschichte einnehmen und aktiv am Geschehen beteiligt sind. Lässt man alle überflüssigen, handlungsunabhängigen Informationen wegfallen, hat man den Text schon um einiges gekürzt.

Auch werden gerne Zitate, oder wörtliche Rede aus dem Text übernommen, was beim Schreiben einer Inhaltsangabe verboten ist. Textstellen dürfen nicht übernommen, können aber umschrieben werden, in dem man seine eigene Worte benutzt. Durch die Verwendung einer eigenen Beschreibung in der Inhaltsangabe, kann man den Text zusätzlich kürzen.

Das trifft auch auf die wörtliche Rede zu, in dem man zum Beispiel eine lange Beschreibung, oder Aussage einer Person, kurz und bündig mit eigenen Worten in der Inhaltsangabe zusammenfasst.